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Heizwärme von nebenan


17. März 2021

Neues Energiekonzept der NWK im Aqua-Fun wärmt auch die Umgebung

19 Meter lang und drei Tonnen schwer sind die Stahl-Schornsteine, von denen jetzt gleich drei Stück ins neue Aqua-Fun eingebaut wurden. Mit dieser Montage startet nun die Installation der neuen Heiz-Zentrale, die nicht nur für die Erwärmung des Wassers und des Familienbades sorgt, sondern auch einen Teil der Nahwärmeversorgung in Kirchlengern übernimmt.

Das war auch bisher so, allerdings in kleinerem Stil. „Das bisherige Blockheizkraftwerk im alten Aqua Fun sorgte dafür, dass ein gutes Drittel der hier benötigten Energie erzeugt wurde. Um einen eigenen Stromanschluss kam man aber auch so nicht herum“, sagt Marco Nettingsmeier, Geschäftsführer der Nahwärmeversorgung Kirchlengern. Für die Spitzenlast diente ein Erdgas-Kessel als Unterstützung. Während die bisherige Energiezentrale elektrische 140 Kilowattstunden leistete, kommt die neue Anlage auf eine Leistung von 200 Kilowattsunden. Die nutzt einen der bisherigen Kessel, der noch gut in Schuss ist und noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Gepaart mit einem komplett neuen Kessel entsteht so eine Konstruktion, die auch für Nahwärme genutzt werden kann.

Noch liegen die jeweils drei Tonnen schweren Stahlschornsteine am Boden und werden von Projektleiter Lukas Sibum, Rüdiger Meier und Marco Nettingsmeier in Augenschein genommen wurden. Eine gute Stunde später wurden sie von zwei großen, mobilen Kranwagen in Position gebracht und im neuen Aqua Fun installiert.

So wird die neue Energie-Zentrale nicht nur das Baugebiet am Tännesberger Weg, sondern auch die Häuser des Neubaugebietes am Espelweg mit Wärme versorgen. „Dafür bauen wir aktuell eine rund 180 Meter lange Nahwärmeleitung vom Aqua-Fun durch den Espelpark“, so Bürgermeister Rüdiger Meier, der sich sichtlich über die Nutzung dieser Synergieeffekte freute. Dabei wurde diese Leitung so dimensioniert, dass sie zukünftig auch weitere Gebiete nördlich des Espelweges mit Wärme versorgen könnte. Diese Nähe suchte das Unternehmen auch bei der Auftragsvergabe. „Die Aufträge für die neue Energiezentrale sind vor allem an heimische Handwerksunternehmen vergeben worden“, so Nettingsmeier, der von einer Inbetriebnahme der neuen Anlage im Spätsommer ausgeht. Rund 920.000 € hat das Projekt dann gekostet, das in den kommenden Tagen und Wochen komplett installiert wird.

Doch nicht nur hier laufen aktuell die Arbeit im und rund um das neue Aqua-Fun. Zwar musste der Straßenbau aufgrund des Wetters unterbrochen werden und wird in der nächsten Woche fortgeführt, doch konnten die Vorarbeiten für das Verlegen der Fliesen in den Becken fortgesetzt werden. Hier wird die Haftzugkraft der Betonoberfläche geprüft, ehe es auch hier weiter geht. Daneben sind die Installationen der Fensterelemente im Hallenbereich nahezu fertig; die anderen Fenster folgen dann im Anschluss. Auch mit der Fassade wird jetzt begonnen. Hier werden die ersten Verblender gesetzt.