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Mit der Spezialmaschine tief in die Erde


05. Mai 2020

Auf der Aqua-Fun-Baustelle rollen die großen Maschinen an. Am Steuer: Tobias Schulze und David Goldmann. Das eingespielt Team der Spezialtiefbau-Firma „geopier“ ist mit einem Aufsatzrüttler, einem schweren Spezialfahrzeug, und einem Bagger in der Baugrube des „neuen“ Aqua Funs unterwegs. Sie sorgen dafür, dass der Baugrund mithilfe von Säulen im Boden, die mit Kies gefüllt werden, verbessert wird.

Meter für Meter schiebt sich Tobias Schulze mit seinem Aufsatzrüttler über den Boden und befördert die lange Bohrvorrichtung der Maschine immer wieder in die Erde. „Die Baugrundverbesserung wird mittels ‚Rammschottersäulen‘ erstellt. Hierbei handelt es sich um ein Vollverdrängungsverfahren zur Untergrundverbesserung“, erklärt BauleiterSven Stratmann das genaue Vorgehen. An der Bohrvorrichtung – im Fachjargon „Teleskopramme“- des Aufsatzrüttlers befinde sich ganz unten eine Dornenspitze mit deren Hilfe die Vorrichtung in den Boden geschobenwird.

Um den Baugrund für den Aqua-Fun-Neubau zu verbessern, füllt David Goldmann mit seinem Bagger immer wieder Kies in die Teleskopramme hinein. „Bei jedem Stopp wird der Kies dann durch die Dornenspitze in das Erdreich eingepresst“, sagt Sven Stratmann. Insgesamt werden auf der Baustelle 593 Säulen im Boden mit Kies verdichtet. Durch sie könne später, so Stratmann, die Last des Gebäudes bis auf den tragfähigen Untergrund abgeleitet werden.

Auffüllen, bohren, Kies in die entstandene Säule pressen, die Teleskopramme wieder nach oben ziehen und den Aufsatzrüttler zum nächsten Punkt fahren. Da die Baugrube in verschiedenen Bereichen unterschiedlich tief ist, variiere auch die Säulentiefe. So befördert Tobias Schulze die Säule an manchen Stellen bis zu acht Meter tief in den Boden.

„Die Maschine wurde per Schwertransport über Nacht nach Kirchlengern transportiert“, erklärt Maschinenführer Tobias Schulze. Im Innern seines Führerhäuschens zeichnet er jedes „gestopfte Loch“ auf einem detaillierten Plan ein. Projektleiter Ralph Christiner schaut seinen Mitarbeitern dabei über die Schultern.

Nach der Einbringung der Säulen folgt, laut Bauleiter Sven Stratmann, balddie Grundwasserabsenkung für den Tiefkeller. Wer sich den Baufortschritt und die Arbeiten des Aufsatzrüttlers nochmal in einem Zeitraffer-Video anschauen will, der kann das seit einiger Zeit über eine festinstallierte Baustellenkamera auf dieser Website machen. Den Livestream finden Sie hier.